Das Projekt

Der Forschungsverbund DiViAS verfolgt auf der Grundlage von zwei Fallstudien verschiedene miteinander verschränkte Analyseverfahren und Techniken zur raumzeitlichen Erschließung und Repräsentation von Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten. Für diese Fallstudien stehen konzeptionell zwei zusammenhängende Problemstellungen von Sammlungsforschung im Mittelpunkt: Bewegung (Raum, Zeit, Herkunft) und Materialität (Stofflichkeit, Eigenschaften, Herkunft).

Berücksichtigt werden sowohl die Informationsebene(n) der Objekte als auch die physische Ebene. Dabei werden qualitative und quantitative Methoden aus den Geschichts- und Kulturwissenschaften und Objekt bezogene Analyseverfahren aus der Sammlungs- und Provenienzforschung sowie der historischen Materialitätsforschung mit Methoden der Messtechnik (3D-Digitalisierung) und (Geo)Informatik sowie der Künstlichen Intelligenz (Data Science) zusammengeführt. Die dafür erfassten Daten werden durch neu zu entwickelnde Datenbankstrukturen (Raumzeitl. Datenmanagement) unter Berücksichtigung vorhandener Standards verwaltet und bereitgestellt (Dateninfrastruktur: Erschließung, Sicherung und Bereitstellung). Mithilfe von Visualisierung werden die Daten zu e-Tangibles zusammengeführt und für Nutzer*innen visuell aufbereitet. Beiden Fallstudien inhärent ist die Frage nach Bedeutung im Sinn einer Critical Heritage.